Geschichte des Bosjökloster

Rückblick auf zehn Jahrhunderte

Niemand kann genau sagen, wann Bosjökloster gegründet wurde. Die meisten, die in der Geschichte des Schlosses geforscht haben, nehmen jedoch an, dass dies um 1080 n. Chr. geschah.

Es waren die Benediktiner, die hier am Strand des Ringsees ein Nonnenkloster errichteten.

Als die Reformation im 16. Jahrhundert in dem damals zu Dänemark gehörenden Schonen eingeführt wurde, wurde das Kloster aufgelöst. Das heutige Bosjökloster kann noch vieles, was and die Zeit der Nonnen erinnert, aufweisen, u.a. die unveränderten Gewölbe, einst Refektorium der Nonnen, die Kirche, die noch heute das Gotteshaus der Gemeinde ist, den kleinen Friedhof, auf dem die Nonnen unter einfachen Grabsteinen ruhen und im Park die tausendjährige Eiche, die immer noch jedes Jahr von Neuem grünt.

Durch einen Tauschhandel mit dem Dänenkönig Friedrich II. erwarb Frau Thale Ulfstand Bosjökloster und wurde somit die erste private Schlossherrin. Im Jahre 1628 ging das Schloss in den Besitz des unternehmungslustigen Jochum Beck über. Er musste es doch bald verkaufen, um seine Schulden bezahlen zu können. Nach einem im Jahre 1735 geführten Prozess kam das Schloss wieder in dem Besitz der Familie Beck, nun Beck-Friis, welche es restaurierte und in deren Besitz es bis zum Jahre 1908 verblieb, als es vom Grafen Philip Bonde erworben wurde. Nun wird der Bestiz von dessen Enkelsohn Graf Thord Bonde und seiner Familie verwaltet.